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Die Geschichte des Bistums Mbala-Mpika ist eng mit der Ankunft der ersten Missionare
im Norden Zambias verbunden. Am 5. Mai 1891 wurden drei Weiße Väter, die in Nyassaland,
dem heutigen Malawi, eine Mission aufbauen wollten von ihren Oberen zurückgerufen. Auf der
Reise zum Tanganika See kamen sie nach einem einmonatigen Fußmarsch in Mwene Mambwe an. Einer
der Patres wurde schwer krank und sie schlugen ihr Lager auf, um die Regenzeit abzuwarten.
Aus der Rast wurden vier Jahre, dann zogen sie sogar noch tiefer ins Bemba Land, der Nordprovinz
des heutigen Sambia, um zu missionieren. Am 31 Mai 1885 traf Pater Josef Dupont ein, zwei Jahre
später wurde er Bischof. Er ist auch der Gründer von Kayambi, der ersten Missionsstation. Bischof
Dupont bekam sehr schnell den Spitznamen Moto-Moto (LINK), der Feurige. Um ihn ranken sich Legenden.
1913 wurde das Pro-Vikariat Nyassa (Sambia-Malawi) aufgeteilt. Der südliche Teil wurde das Vikariat
Nyassa und der nördliche Teil wurde Bangweolo genannt. Aus diesem riesigen Vikariat wurde 1933 das
Vikariat Luangwa als "missio sui juris" abgetrennt. Es war der Vorläufer der heutigen Diözese Mpika.
Nach einigen Abtrennung und Grenzregelungen zwischen 1937 und 1938 bekam das Vikariat Luangwa seine
heutige Gestalt. Bischof Horst, ein deutscher Weißer Vater, wurde erster Apostolischer Vikar und
machte Ilondola Mission zu seinem Hauptquartier.
Mitte der fünfziger Jahre verlegte Bischof van den Biessen die Verwaltung des Bistums nach Abercorn,
dem heutigen Mbala. 1958 wurde das Vikariat zur Diözese ernannt unter dem apostolischen Administrator
Pater Adolf Fürstenberg (WV).
Fürstenberg wurde am 29. Juni 1959 zum Bischof geweiht und leitete die Diözese Mbala bis zu
seinem Rücktritt am 21. Juli 1987. Sein Nachfolger wurde Bischof Telesphore-George Mpundu, der erste
sambische Bischof des Bistums.
Bischof Mpundu, der aus der Erzdiözese Kasama stammt, verlegte den Sitz der Diözese nach Mpika,
dem geographischen Mittelpunkt der ca. 650 km langen Diözese. Am 1. Mai 1995 wurde der Grundstein
für die neuen Anlagen gelegt. Bischofshaus und Ordinariat, ein Schwesternkonvent, ein Pfarrhaus,
Küche und 15 Angestelltenwohnhäuser. 1998 fing der Bau der neuen Kathedrale an, die dem Heiligen
Joseph, dem Patron des Bistums, geweiht ist. Am 27. August 1999 wurde die fertige Kirche an den
Bischof übergeben.
Die nördlichen Pfarreien Mbala, Mpulungu, Mambwe und Kayambi wurden an die Erzdiözese Kasama
abgetreten, in deren Regierungsbezirk sie gehören. Diese Neuregelung der Bistumsgrenzen war schon
lange geplant und mit Rom verhandelt worden. Unsere Diözese wurde umbenannt in "The Diocese of Mpika"
nach dem Ort des Bischofssitzes.
Das Bistum hat nun 13 Pfarreien, im folgenden geordnet nach den Jahren der Entstehung:
Chilonga (1899), Ilondola und Chalabesa (1934), Mulanga (1939), Katibunga und Mulilansolo (1948),
Serenje (1953), Kopa (1961), Lwitikila (1962), Isoka (1963), Chinsali (1966), Mpika (1970)
und Ichengelo in Tazara bei Mpika (1994).
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