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Renovierung: Krankenhaus in Mulilansolo

Status: In Arbeit

Überblick

Das Missionskrankenhaus (RHC) Mulilansolo liegt in der Pfarrei St. Johannes in Mulilansolo (gegründet 1936). Es liegt im Regierungbezirk Chinsali und ist ungefähr 30 km westlich der Great North Road gelegen. Die anderen Straßen sind nur Buschpisten, schlecht unterhalten und unpassierbar während der Regenzeit von Oktober bis April.

Das RHC wurde 1968 gebaut. Es hat 19 Betten, aber die Zahl der Patienten ist meist größer so das viele auf dem Boden schlafen müssen. Das Einzugsgebiet ist nicht klar definiert, die geschätze Bevölkerung der Umgebung ist 15,000 Menschen. Das nächste Krankenhaus ist in Isoka, ca. 40 km weg. Die Bevölkerung sind Kleinbauern, die meist nur für den Eigenbedarf anbauen. Man pflanzt Mais, Manjok, Bohnen, Hirse und Erdnüsse. Es gibt in der Gegend keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Behandlung und Vorsorge

Malaria macht die größte Zahl der Patienten im RHC aus. Die "5 Hauptkrankheiten" die im RHC behandelt wurden sind in Reihenfolge:

  1. Malaria
  2. Magen und Darm Infektionen
  3. Infektionen der oberen Atemwege
  4. Mangelernährung
  5. Blutarmut

Vorsorgeaktivitäten sind M.C.H. (Mother and Child Clinics) das sind Mutter und Kind Kliniken am RHC und in den außen liegenden Gebieten, Impfprogramme (Polio, TB, Tetanus usw.). Daneben habt das RHC ein kleines Anti-AIDS Programm gestartet, das aber unter Personalmangel leidet. Leider hat das RHC nicht genug Angestelltenwohnhäuser und ist deshalb unterversorgt mit geschultem Personal. Transportprobleme verschaärft die Situatiomn noch mehr. Ein alter ausgedienter Landcruiser ist das einzig verfügbare Auto des RHC. Hier müßte dringend ein neue Auto her, aber leider fehlt das Geld.

Renovierung des RHC

Mulilansolo RHC ist mit seinen 19 Betten nur ein kleines RHC aber doch sehr geschäftig. Es ist nicht ungewüöhnlich abends viele Patienten auf der Veranda zu finden, weil im Haus kein Platz mehr ist. Mit der Hilfe von MISEREOR in Aachen, war es uns möglich die wichtigsten Dinge anzugehen. So konnten wir die Wasserversorgung neu regeln, mit einem neuen Brunnen und einer Windmühle.

Herr L.Porter aus Selma, Alabama (USA) ein Ingenieur der schon seit einigen Jahren für unsere Diözese arbeitet hat das Projekt geleitet. Es war ein Stück harter Arbeit die alten Wasserrohre auszugraben. Die Bilder in der Galerie unten, geben Ihnen eine kleine Vorstellung was da zu tun war. Neue Lietungen mußten gelegt werden, um Brauchwasser von einem nahegelegenen Damm zu den Toiletten und Duschen des RHC zu bringen. Leider hat das Dammwasser keine Trinkwasserqualität und kann nur als Brauchwasser verwendet werden.

Um Trinkwasser zu erhalten, mußte ein 25 Meter tiefer Brunnen von Hand gegraben werden. Harte Arbeit bei dem sandigen Boden in Mulilansolo. Wir mußten sogar einen stählernen Käfig bauen um die Arbeiter vor den immer wieder einfallenden Wänden zu schützen. Als gerade alles soweit ferti war, hat ein Erdbeben den neu eingesetzten Untergrundtank aus Plastik wie eine Colabüchse zusammengedrückt. Die Arbeit von Wochen war dahin. Trotz allem ging die Arbeit weiter. Im Dezember 2000 war Wasser im Krankenhaus. Die Windmühle war aufgebaut und funktionierte prima. Der Untergrundtank war wiederhergestellt, diesmal gleich in Beton. Zwei Wassertanks waren übererdig aufgebaut, aus Plastik und alles funktionierte. Neue "Plumpsklos" für die Zeit der Wasserknappheit waren auch fertiggestellt wie die Bilder unten zeigen. Die Küche wurde renoviert und mit neuen Öfen versehen. Die Solaranlage des RHC wurde komplett erneuert und erweitert.

Viele Renovierungsarbeiten blieben noch übrig. Wir hatten gehofft, daß die Weltbank uns dabei unterstützen würde. So war es geplant und ausgemacht. Aber nach zwei Jahren Planung und Vorbereitungsarbeit, wurde uns lapidar mitgeteilt daß sich die Weltbank aus dem Projekt zurückzieht. Jetzt stehen wir da und wichtige Arbeiten sind noch zu machen. Das Dach des Krankenhauses muß unbedingt repariert werden. Die meisten Räume müßten neu gestrichen werden, Fenster sollten erneuert werden, und zwei zusätzlich Toiletten mit Waschgelegenheit waren geplant. Daneben sollten die Büroräume der Klinik neu gestaltet und erweitert werden. Aufnahmeraum, Labor und so weiter. Eigentlich war auch ein neues OPD geplant, ein Gebäude zur Behandlung ambulanter Fälle, sowie der Bau von zwei neuen Angestelltenwohnhäusern. Beim nächsten Deutschlandbesuch werden wir das Problem mit Misereor besprechen und hoffen, daß wir die Renovierung dann doch noch zuende bringen können. Für die schon empfangene Hilfe von Misereor sind wir sehr dankbar.

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